eResult Usability-Contest 2009

Der in 2009 von der eResult GmbH zum dritten Mal ausgeschriebene Wettbewerb hat wieder einmal gezeigt, wie spannend das Themenspektrum der Usability-Forschung ist. Als zentrale Aufgabe hat sich das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen eResult gemacht, den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Usability-Forschung aktiv zu fördern. In diesem Kontext wird alle zwei Jahre der eResult Usability-Contest ausgeschrieben. Für die in 2009 eingereichten Arbeiten wurden Preisgelder in Höhe von 7.000 Euro für den wissenschaftlichen Nachwuchs vergeben.

eResult Design Award:
Für den Design Award wurden viele innovative Designkonzepte eingereicht. Den ersten Preis in Höhe von 1.500 € wurde an Marek Plichta für seine Arbeit „iTie - Die interaktive Trainingssoftware zum Krawatten binden“ vergeben. Der Nutzer kann hier auf spielerische Weise lernen, wie man einen Krawattenknoten bindet. Dabei wird der Oberkörper des Nutzers live abgefilmt (per Webcam) und durch eine virtuelle Krawatte am Bildschirm ergänzt. So macht Krawattenbinden Spaß. Für den zweiten Platz konnte sich eine Gemeinschaftsarbeit von Tamara Napowanez und Max Baginskij qualifizieren (600€). Sie haben einen sehr innovativen Vorschlag für die Websitegestaltung eines Reiseanbieters entwickelt. Der Titel der Arbeit lautet „Webseitenkonzept für Reiseanbieter am Beispiel von FTI: Damit der Urlaub bereits beim Buchen anfängt.“ Neben emotional ansprechenden Bildern wurde ein sehr gelungenes Navigationskonzept implementiert. Auf dem dritten Platz landete die Arbeit von Katrin Gerstäcker „Am Anfang war die Kommandozeile. Was kommt jetzt? Alternative User-Interfaces!“ Sie hat sich mit der Entwicklung eines User-Interfaces beschäftigt und einen richtungsweisenden Ansatz jenseits von Microsoft & Co. entwickelt (400€).

eResult Science Award:
Der erste Preis in Höhe von 1.500 € ging an Moritz Keck. In seiner Arbeit widmete er sich dem Thema „Die Generation Plus und das iPhone – Nutzungsverhalten und neue Möglichkeiten.“ Im Einzelnen beschäftigte er sich mit der Entwicklung und prototypischen Umsetzung eines Anwendungskonzeptes, das das iPhone für die Generation Plus einfacher nutzbar und zugänglicher machen soll.

eResult Usability-Contest 2009 Bild 1

Im Rahmen des Usability-Kongress 2009 fand die Preisverleihung statt. Für Martin Beschnitt Managing Director der eResult GmbH war es eine große Freude Moritz Keck den ersten Preis zu überreichen. „Als im Sommer die Gewinn-Benachrichtigung kam, habe ich mich riesig gefreut! Sofort berichtete ich all denen, die mich dazu motiviert hatten, überhaupt erst beim Contest mitzumachen und bedankte mich auch bei denen, die aktiv zum Erfolg meiner Arbeit beigetragen hatten: Menschen aus der Generation Plus.“, so Moritz Keck (siehe Foto).

Die Diplomarbeit wurde im Studienfach Media System Design an der Hochschule Darmstadt verfasst und von Prof. Claudia Söller-Eckert und Prof. Dr. Matthias Knoll betreut.

Der zweite Preis in Höhe von 600€ ging an Thilo Wendland, der eine Arbeit zur Usability von DVD-Menüs geschrieben hat. Anschaulich werden Usability-Probleme bei der Nutzung von DVDs am Fernseher und Computer-Bildschirm aufgezeigt. Für einen eigenen Usability-Test wurde eine Test-DVD entwickelt. Die gewonnenen Erkenntnisse werden in einer Checkliste zur Gestaltung von DVD-Menüs zusammengefasst. Den dritten Platz belegte Ann Eckert (400€). Sie hat eine Arbeit zum Thema „Social Software und Usability: Ein empirischer Vergleich der Usability-Testmethoden Labortest, synchroner Remote Test und asynchroner Remote Test im Anwendungsbereich des Web 2.0“ eingereicht. In einem Methodenvergleich werden die verschiedenen Methoden genauer unter die Lupe genommen. Die Vor- und Nachteile werden kompetent diskutiert und es werden Empfehlungen für einen Methoden-Mix ausgesprochen. Eine insgesamt sehr gehaltvolle Arbeit.

Martin Beschnitt, Managing Director der eResult GmbH kommentiert: „Das überaus positive Feedback auf der abendlichen Preisverleihung im Rahmen des Usability-Kongress 2009 zeigte erneut, dass ein reges Interesse an den Arbeiten talentierter Nachwuchskräfte im Bereich Usability besteht und auch noch die nächsten Jahre weiterhin bestehen wird. Aus diesem Grund werden wir auch in den kommenden Jahren den Usability-Contest veranstalten, um so neue Erkenntnisse zu fördern und auch dem ein oder anderen Teilnehmer bei der Jobsuche unter die Arme greifen. Denn: Gewinner des Usability-Contests sind gefragte Leute.".