eresult-Studie: Wie lebt es sich mit Amazon Echo & Co.?

Digitale Sprachassistenten nehmen immer mehr Einzug in deutsche Haushalte. Spätestens seitdem in Deutschland (Februar 2017) jeder den stationären intelligenten Sprachassistenten von Amazon – Amazon Echo bzw. Alexa – erwerben kann, steigen die Verkaufszahlen und Gebrauchszahlen. Doch wie lebt es sich mit einem Amazon Echo im Wohnzimmer oder Büro? Dieser und weiteren Fragen sind die eresulter Xaver Bodendörfer und Daniel Wolf in ihrer ethnografischen Studie nachgegangen und haben Antworten gefunden.

Typische Nutzungsszenarien mit einem Sprachassistenten 

Am häufigsten wird der Sprachassistent für folgende Anwendungsfälle genutzt:

  • Informationssuche (Nachrichten & Wetter)
  • Organisation (Timer, Einkaufs- und Todo-Listen, Kalender), 
  • Musik und Smart Home Steuerung (bei Personen, die entsprechende Komponenten besitzen).

Es werden also üblicherweise die „Basis-Funktionen“ von Alexa genutzt. Ergänzende Skills werden beispielsweise genutzt, um sich ein Taxi zu rufen, nach Kochrezepten zu suchen oder sich über das TV-Programm zu informieren. Diese Anwendungsfälle sind jedoch seltener als die Nutzung der oben genannten „Basis-Funktionen“.

Außerdem konnte der Nutzungskontext durch die ethnografische Vorgehensweise beobachtet und analysiert werden, also relevante Umgebungsvariablen, der zeitliche Ablauf usw. Als Ergebnis kann festgehalten werden, dass das Gerät meist im Wohnzimmer oder im Flur steht, damit es von möglichst vielen Orten innerhalb der Wohnung genutzt werden kann. Dieser Drang, also den (stationären) Assistenten an möglichst vielen Orten nutzen zu können, führt dazu, dass beispielsweise der Nutzer bewusst Türen offen lässt, um aus dem Nebenraum mit dem Assistenten Kontakt aufnehmen zu können. Oder er würde sich weitere Assistenten (z. B. Amazon Echo Dots) anschaffen, um in weiteren Räumen mit dem Assistenten interagieren zu können.

„Wir stellten fest, dass Amazon Echo („Alexa“) recht schnell in den Alltag integriert wird, neue Rituale entstehen und sich der Umgang mit anderen Geräten und auch die Kommunikation mit dem Partner und der Familie verändern“, berichtet der Autor und User Experience Consultant, Xaver Bodendörfer. 

Der Ergebnisband der Studie zeigt auch in welchen Kontexten der Sprachassistent nicht genutzt wird, welche Probleme die Nutzer benennen und zeigt Lösungsvorschläge auf. Schließlich kann ein digitaler Sprachassistent nur erfolgreich sein, wenn Ungeachtet der steigenden Verbreitung, er das Kriterium der Benutzerfreundlichkeit bedient. eresulter Bodendörfer bringt es auf den Punkt: „Nur wenn die Nutzung des Assistenten eine positive, überzeugende User Experience mit sich bringt, wird sich diese Art des Interfaces langfristig in vielen Bereichen der Interaktion mit digitalen Inhalten durchsetzen.“

Der komplette Ergebnisband „Digitale Sprachassistenten als Intelligente Helfer im Alltag“ ist kostenfrei verfügbar und steht zum Download bereit unter: http://www.eresult.de/ux-wissen/downloads/

 

Download der vollständigen Pressemeldung (als Word-/Pdf-Dokument)

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