Nutzerzentrierte Neukonzeption der interaktiven Karte auf tirol.at

Vom Grobkonzept und Low-Fidelity-Prototypen in zwei Testschleifen zum finalen Design

Ganz egal, ob noch in der Planungsphase von zuhause oder bereits unterwegs vor Ort im Urlaub – das Smartphone nimmt eine zentrale Funktion für Reisende und Urlaubsplaner ein. Ob erstmal stöbern oder schon eine Unterkunft buchen, schnell mal ein Ausflugsziel oder ein Restaurant in der Nähe recherchieren, Kartenanwendungen nehmen dabei eine zentrale Rolle ein. So auch auf dem Tourismusportal www.tirol.at, die umfangreichen geobasierten Content bietet.

 

Aufgabenstellung & Zielsetzung

Die Tirol Werbung ist die offizielle Tourismusmarketingorganisation für das Land Tirol und betreibt das Reiseführer-Portal tirol.at. Die dort vollintegrierte Kartenanwendung hat die Aufgabe, Touristen und "Einheimische" gleichermaßen bei der Planung des Urlaubs bzw. ihrer Aktivitäten zuhause als auch vor Ort zu unterstützen. Durch einen Usability Test stellte sich heraus, dass die interaktive Karte (v.a. in der mobilen Darstellung) Optimierungsmöglichkeiten in der grundlegenden Nutzerführung aufweist. Ziel war es daher, die interaktive Karte mit Fokus auf die mobile Ansicht von Grund auf neu zu konzipieren und durch zwei entwicklungsbegleitende Nutzertests zu validieren.

Das Ergebnis: massive Verbesserung zweier zentraler KPIs durch Research-basiertes UX-Design

Durch die Neukonzeption auf Basis eines nutzerzentrierten Ansatzes wurde ein intuitives Nutzererlebnis mit hoher Gebrauchstauglichkeit geschaffen. Die interaktive Kartenanwendung blieb weiterhin nahtlos in der bestehenden Webseite integriert. Durch die Anpassung an das bestehende Markenbild wurde ein plattformübergreifendes Nutzererlebnis hergestellt.

Bereits in den ersten Wochen nach Onlinestart geben uns die mobilen Nutzer recht: Auf der deutschsprachigen Karte konnte die Aufenthaltsdauer um 50% gesteigert werden. Die Absprünge gingen zurück, die Ausstiege sogar um 35%.

 

Das Vorgehen

In einer mehrstufigen Herangehensweise haben wir die mobile Ausgabe der interaktiven Karte neu entwickelt und auf Basis eines interaktiven Prototypen mit Nutzern validiert – in einer ersten Schleife zunächst das Grobkonzept, in einer zweiten Schleife auch das Design:

1) Expert Review & Kickoff-Workshop

Im Vorfeld zu einem Kickoff-Workshop lieferte ein Expert Review wichtige Erkenntnisse, die – zusammen mit funktionalen Anforderungen und technischen Rahmenbedingungen – eine Basis für das spätere Interaktionskonzept bildeten. Im Workshop legten wir zudem die konkreten, zentralen User Szenarien und Use Cases fest, auf denen die weitere Konzeption fußte.

2) Grobkonzept & Low-Fidelity-Prototyping

Auf Basis erster Ansätze aus dem Kickoff-Workshop entwickelten wir das Interaktionsdesign, das mithilfe von Wireframes und Screenflows visualisiert wurde. Der erste Prototyp wurde in balsamiq erstellt, spätere Ausbaustufen dann in Axure. Neben den Wireframes und Screenflows erhielt der Kunde eine schriftliche Dokumentation des Grobkonzepts.

 

3) UX-Test Grobkonzept

Auf Basis der eingangs definierten Use Cases und relevanten User Szenarien entwickelten wir ein Studienkonzept / Interviewleitfaden für das Testing mit Nutzern im Uselab. Insgesamt 6 relevante Nutzer evaluierten anhand von diesen vorgegebenen Use Cases den Prototyp auf mobilen Endgeräten. Die Erkenntnisse dokumentierten wir schlank und ließen wir direkt in die Feinkonzeption mit einfließen.

4) Feinkonzept & High-Fidelity-Prototyping

Nach der ersten Validierung durch Nutzer wurde das Konzept feingeschliffen. Den bestehenden Prototypen arbeiteten wir entsprechend weiter aus und erweiterten wir im Vorfeld zur zweiten Schleife des UX-Testings um das Screendesign.

 

5) UX-Test Feinkonzept

In einem zweiten Nutzertest validierten wir die Anpassungen im Feinkonzept, um sicherzustellen, dass die aus Schleife 1 abgeleiteten Optimierungen passend umgesetzt wurden. Gleichzeitig thematisierten wir auch ästhetische Fragestellungen, um das Design durch die Nutzer bewerten zu lassen.

6) UI-Dokumentation

Eine umfassende UI-Dokumentation des finalen und durch Nutzer validierten Konzepts diente als Grundlage für die technische Implementierung.

 

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Lorena Meyer
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